Moderne Forschungseinrichtung mit wissenschaftlichen Geräten

Weltklasse-Forschung Made in Switzerland

Die Schweiz investiert überdurchschnittlich viel in Forschung und Entwicklung. Mit über 3% des Bruttoinlandsprodukts, das in F&E fliesst, gehört das Land zu den forschungsintensivsten Nationen weltweit. Diese strategischen Investitionen zahlen sich aus: Jahr für Jahr entstehen bahnbrechende Innovationen in Schweizer Labors, die das Potenzial haben, unser Leben grundlegend zu verändern.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Forschungsinstituten und der Industrie schafft ein einzigartiges Ökosystem, in dem Grundlagenforschung schnell in praktische Anwendungen umgesetzt werden kann. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) fördert jährlich tausende Forschungsprojekte mit über einer Milliarde Franken.

Paul Scherrer Institut (PSI)

Das grösste Forschungsinstitut für Natur- und Ingenieurwissenschaften in der Schweiz betreibt einzigartige Grossforschungsanlagen, die Wissenschaftlern aus aller Welt zur Verfügung stehen. Die Synchrotron Lichtquelle Schweiz (SLS) erzeugt intensives Röntgenlicht, mit dem Forscher die Struktur von Materialien, Proteinen und sogar Viren bis auf atomare Ebene untersuchen können.

Die Spallations-Neutronenquelle SINQ ermöglicht Einblicke in die innere Struktur von Materialien, die mit anderen Methoden nicht möglich wären. Diese Grossanlagen machen die Schweiz zu einem unverzichtbaren Partner für internationale Forschungsprojekte in Physik, Chemie, Biologie und Materialwissenschaften.

Am PSI entstehen neue Erkenntnisse über die Bausteine der Materie und die Prozesse in der Natur. Diese Grundlagenforschung liefert die Basis für technologische Innovationen, die unser Leben verbessern.

Paul Scherrer Institut

Swiss National Supercomputing Centre (CSCS)

Das CSCS in Lugano betreibt einige der leistungsfähigsten Supercomputer Europas. Der Supercomputer Alps gehört zu den schnellsten Rechnern der Welt und ermöglicht Berechnungen, die auf normalen Computern Jahrhunderte dauern würden.

Diese enorme Rechenkapazität wird für Klimasimulationen genutzt, um den Klimawandel besser zu verstehen und vorherzusagen. Medizinische Forscher nutzen die Computer, um die Wirkung von Medikamenten zu simulieren, bevor sie am Menschen getestet werden. Materialwissenschaftler entwickeln am Computer neue Werkstoffe mit massgeschneiderten Eigenschaften.

Hochleistungscomputer und Technologie

Aktuelle Forschungsdurchbrüche

Künstliche Intelligenz und Machine Learning

Das AI Center der ETH Zürich und das IDSIA (Dalle Molle Institute for Artificial Intelligence) in Lugano gehören zu den weltweit führenden Forschungszentren für künstliche Intelligenz. Hier wurden grundlegende Algorithmen für Deep Learning entwickelt, die heute in Smartphones, autonomen Fahrzeugen und medizinischen Diagnosesystemen eingesetzt werden.

Die Schweizer KI-Forschung konzentriert sich auf verantwortungsvolle und erklärbare künstliche Intelligenz. Forscher arbeiten daran, KI-Systeme transparenter und nachvollziehbarer zu machen, um Vertrauen in diese Technologie aufzubauen.

Quantentechnologie

Die Schweiz ist ein globaler Hotspot für Quantenforschung. Das Quantum Center der ETH und die Universität Genf arbeiten an Quantencomputern, die komplexe Probleme lösen können, an denen herkömmliche Computer scheitern. Die Quantenverschlüsselung verspricht unknackbare Kommunikation, die selbst zukünftigen Quantencomputern widersteht.

Das Schweizer Unternehmen ID Quantique, ein Spin-off der Universität Genf, bietet bereits kommerzielle Quantenkryptographie-Produkte an, die von Regierungen und Finanzinstitutionen weltweit eingesetzt werden.

Nachhaltige Technologien

Von CO2-Abscheidung bis Solarenergie: Schweizer Forscher entwickeln Technologien für eine nachhaltige Zukunft. Die EPFL arbeitet an hocheffizienten Solarzellen und innovativen Energiespeichern. Das ETH-Spin-off Climeworks betreibt die weltweit grösste Anlage zur direkten CO2-Abscheidung aus der Luft in Island.

Das Wyss Center for Bio and Neuroengineering in Genf entwickelt revolutionäre Neuroprothesen und Hirn-Computer-Schnittstellen. Diese Technologie hat das Potenzial, das Leben von Millionen Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder Querschnittslähmung grundlegend zu verbessern.

Letzte Aktualisierung: 21. Januar 2026